Jellyformen der englischen Firma Shelley

Abbildung: Firmenkatalog der Firma Shelley, Longton, Staffordshire 1922
Von 1862 bis 1966 wurde die traditionsreiche Töpferei Shelley Potteries im englischen Staffordshire von Mitgliedern der Familie Shelley geführt. Berühmt für ihre stilprägenden Entwürfe — insbesondere während der Art-déco-Zeit der 1920er Jahre — schuf Shelley nicht nur verspieltes Kindergeschirr, sondern ebenso elegante Tafelservices, Gebrauchskeramik und kunstvoll gestaltetes Steingut.
Mit feinem Gespür für das Außergewöhnliche entwarf man bei Shelley stets Formen, die sich wohltuend vom Gewöhnlichen abhoben. Besonders die Geleeformen galten als begehrte Stücke, deren dekorative Reliefs sowohl das Innere als auch die Außenseite der Formen schmückten. Dieses Exemplar entstand zwischen 1925 und 1945 — jener Blütezeit, in der die Manufaktur auf dem Höhepunkt ihres handwerklichen und gestalterischen Schaffens stand.
Nach 1945 wandte sich Shelley verstärkt der Herstellung von feinem Knochenporzellan zu und konzentrierte sich auf die Weiterentwicklung der Brennöfen. Im Jahr 1966 stellte die Töpferei schließlich ihren Betrieb ein, kurz nachdem sie Teil von Allied English Potteries geworden war. Ich liebe diese Aspikformen und trenne mich nur selten von einem Stück aus meiner privaten Sammlung.

Abbildung: Sammlung von Shelley Formen, versteigert 2017 bei Sworders, London


Abbildung: Modelle der Firma Shelley

Abbildung: Cassell’s Book of the Household (London, ca. 1895)

Abbildung: Jules Gouffé, Le Livre de Cuisine, 1867 (Foto: Staromilec, Instagram, download vom 15. Dezember 2024)

Abbildung: Aspik-Dessert nach Jules Gouffé (Foto: Staromilec, Instagram, download vom 15. Dezember 2024)
