PRACHTWARE Porzellane des Klassizismus

PRACHTWARE Porzellane des Klassizismus

Die persönliche Widmung dieses gelungenen Kataloges für das heute in dieser Form leider nicht mehr existente LIECHTENSTEIN MUSEUM in Wien bedeutet mir viel. Besonders die in der Literatur wenig beleuchteten Biskuitfiguren aus Wiener Porzellan erfuhren ein eigenes Kapitel.

Die bisher in der Forschung eher wenig beachteten figuralen Gruppen aus Wiener Biskuitporzellan überraschen durch ihre überzeugende ikonographische als auch stilistische Charakteristik. Die umfangreichste als auch publizierte Sammlung an Wiener Biskuitfiguren befindet sich heute im Palazzo Pitti in Florenz. Erzherzog Ferdinand III Großherzog von Toskana (1769-1824) hatte offensichtlich eine Vorliebe für die zeitgenössische Tafeldekoration. „Das Mythologisch-Lehrreiche in der Tafelmitte mischte sich mit der wohlportionierten Ansehnlichkeit für den geselligen Teil des Abends, wie Claudia Jobst in über die Plastiken der Sorgenthal Ära urteilt.“ Der ab 1784 ernannte Direktor der Wiener Fabrik Konrad Sörgel von Sorgenthal konstatiert bereits in seiner Denkschrift bei seinem Amtsantritt über die zeitgenössische Mode bei Tisch: „ …Bei den Herrschaffts-Tafeln werden die Deserts weniger mit Figuren besezet, oder wenigst werden Biscuit Figuren anstatt der buntstffirten darauf gestellet; …“. Spiegel dessen sind auch heute die hochherrschaftlichen Sammlungen eines Hauses Esterhazy oder Thurn und Taxis, wo sich neben anderen kostbaren Wiener Porzellanen qualitätvolle Ausformungen von Wiener Biskuitfiguren erhalten haben.

LIECHTENSTEIN MUSEUM

Fürstengasse 1

1090 Wien

Tel.: +43 1 3195767-0

www.liechtensteinmuseum.at

http://www.liechtensteincollections.at/shop/shop.asp?SHOP_ID=6&BASKET_ID=29494&LNG_ID=1&MENUCAT_ID=40&CAT_ID=44&USER_ID=351214552&PAGE=PRODCAT

Fotocredit: Annette Ahrens, persönliche Widmung des Sammlers, Wien 2010